Ausflug mit Isa und Viki

 
Ausflug mit Isa und Viki

Ein Essen unter Freunden, ein wenig Benzingespräch in der Runde und die Idee für eine kleine Ausfahrt. Viki ist in diesem Jahr mit dem Bike noch nicht viel gefahren, Isa hatte jetzt ihren A-Schein und die gebrauchte Transalp, also liegt eine nette Tour in die nahen Voralpen an.

Der Beginn der Tour war schon sehr "spannend", denn Viki hat bei ihrem Bike vergessen, das Parklicht abzudrehen und vermutete deshalb, das es nicht anspringen wird. Ich fuhr deshalb zeitgerecht zu ihr in die Garage um ihr eine Starthilfe zu geben.

Die Sache erwies sich schwieriger als ursprünglich angenommen, denn das anrennen der Maschine brachte Null Erfolg. Also Starterkabel an die Batterie, ein Auto dazu und wir versuchten die Kiste zum Laufen zu bringen.

Die Maschine furzte, orgelte in extreme Drehzahlen, mit dem Erfolg, so bald ich das Gas in eine Normalstellung bringen wollte, dass die Kiste abstarb.Nach einer Weile und einigen Versuchen knallte diese Kiste fürchterlich und lief, ein wenig unrund, aber doch.

Geschafft dachte ich und nahm die Batterieklemmen ab, die Maschine war sofort wieder tot. Da kann ja nur die Batterie im Eimer sein, die geplante Tour ist also hinfällig.

Die "Ersatzbatterie"

Zum Glück stand die Maschine von Viki`s Freund in der Garage, die Batterie war in wenigen Augenblicken ausgebaut, sie passte von der Höhe nicht ganz, also "modifizierte" ich die Halterung der Yamaha. Ein Druck auf den Starter, alles lief wie geschmiert und unsere Ausfahrt konnte mit einiger Verspätung, zum Leidwesen von Isa, die ja schon lange gewartet hat, losgehen.

Endlich .....

Die Fahrt mit den beiden Damen verlief über die klassische Weststrecke ein paar Kilometer über die Westautobahn bis zur Abfahrt Pressbaum, über die Hengsthöhe nach Klausen-Leopoldsdorf, Schöpflgitter nach Brand-Laaben und Hainfeld.

Von Hainfeld aus folgen wir der Straße nach Ramsau und dem Golfplatz Adamstal bis in das Hallbachtal wo wir nach ein paar Kilometern auf der Kalten Kuchl landeten.

Für Isa war das die erste selbstgefahrene Tour auf die "Kuchl", dem bekannten Motorradtreffpunkt der Wiener, Niederösterreicher und sonstigen Biker. Hier stärkten wir uns in alter Tradition mit Topfenstrudel (ein irres Trumm mit Vanillesauce) und g`pritztem Almdudler.

Ein Landregen setzte ein und die Diskussion setzte an, ob wir weiterfahren, oder nicht. Für Viki war die Sache klar, sie mochte den Regen überhaupt nicht und verblieb mit zufällig getroffen Freunden auf der "Kuchl" und fuhr, nachdem sich der Regen verflüchtigt hat, gemütlich nach Hause.

Die Weiterfahrt

Isa und ich folgten den Ruf der Wildnis und fuhren nach Mariazell. Dazwischen regnete es ein wenig, wir stellten uns kurzerhand irgendwo in St. Aegid unter und fuhren nach der Regenphase in Richtung Mariazell. In Gschaid bogen wir nach Ulreichsberg ab und bogen in das malerische Walstertal ab. Hier folgten wir dem Sträßchen bis zum schön gelegenen, aufgestautem Hubertussee. Hier begann es wieder leicht zu regnen und Isa mußte feststellen, dass ihre Motorradstiefel nicht regendicht waren. Eine kurze Trockenpause war angesagt, die feuchten Socken wurden auf die heißen Zylinger der Transalp gelegt, wo sie nach 30 Minuten trockneten. Von hier aus ist es nicht weit nach Mariazell, wo wir nach einer Tankpause über den Josefsberg in Richtung St. Pölten fuhren. Von der Hauptstraße weg, bei Reith, bogen wir auf die L5022 ab, danach ging es steil bergab auf den Erlaufboden nach Trübenbach.


Die Ötschergräben: Die Schluchten im Süden des Ötschers sind der Grand Canyon von Österreich. Dem Wanderer und Besucher erwartet eine grandiose alpine Landschaft; der Bach - mit Trinkwasserqualität - hat sich tief zwischen die steilen, hellen Dolomitfelsen eingegraben, die einen beeindruckenden Kontrast zum Grün des Waldes ergeben.
Die Ötschergräben sind unter den Botanikern als Standort sehr seltener Pflanzen bekannt, vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst blüht es, dass einem das Herz im Leibe lacht. Man findet u. a. Petergstamm, Clusiusprimel, Maiglöckchen, Salomonssiegel, die verschiedensten Enzian- und Orchideenarten.


Von hier aus führt ein Güterweg durch die malerische Schlucht der Erlauf im Gebiet der Ötscher Tormäuer. Endpunkt dieser herrlichen kleinen Straße ist der Ort Puchenstuben.

Rückfahrt nach Wien

Über Frankenfels und Pielachleiten geht es wieder über einen "Abschneider" nach Hainbach und Schwarzenbach über das 840 Meter hohe Gscheid, wo wir knapp vor Türnitz auf die Bundesstraße 20 stoßen. Nach Wien ging es über Lilienfeld und Hainfeld zurück.

Für die Isa war das eine erlebnis- und erfahrungsreiche Ausfahrt, für mich stellte sich die Erkenntnis ein, das dass langsame Fahren auch seine speziellen Reize hat, man sieht wieder mehr von der schönen Landschaft.

 

auf dem Weg nach Hainfeld

Viki mit ihrer Yamaha

Isa mit ihrer Transalp

Bikerinnen in der Kurve

Viki auf dem heissen Eisen

Szene von der "Kalten Kuchl"

Isa am Hubertussee

Der Hubertussee

Isa am Hubertussee

In den Ötscher Tormäuer - Aussichtspukt

Isa auf der Rückfahrt nach Wien