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Sylva Harasim und Martin Schempp
haben diesen noch relativ jungen Verlag gegründet in dem sie
bisher hauptsächlich ihre eigenen Titel vorstellten. Schempp ist
bekannt von seiner Tätigkeit beim Tourenfahrer und
Fahrradzeitschriften, Sylva Harasim war ebenfalls
Tourenfahrer-Fotografin.
Andreas Hülsmann, ebenfalls
Motorradjournalist, beschreibt eine halbjährige Tour durch
Argentinien, Brasilien, Uruguay und Chile, die er teilweise
zusammen mit seiner Frau und Freunden unternahm. Nicht nur
reisepraktische Überlegungen, sondern auch was sich dabei in
seinen Gedanken und Beziehungen abspielt, werden den LeserInnen
und Lesern einfühlsam unterbreitet. Natürlich werden auch Nerven
und die betagte Ténéré auf eine Zerreißprobe gestellt.
Der Schreibstil ist über
Abschnitte etwas eintönig, trotzdem ist das Gesamtwerk mächtig
interessant für Leute, die Ähnliches vorhaben. Das Motiv für
Andreas Hülsmanns ›Auszeit‹ war der sich in seinem Berufs- und
Privatleben einschleichenden Alltagstrott, der durch eine
radikale Abwechslung zum Alltag erneuert und belebt werden
musste.
Bei der optischen Präsentation
des Buch-Covers bedient sich der Verlag eines altbekannten
Tricks. Der Umschlagsentwurf eines anderen Bestsellers wurde in
seinen Grundzügen kopiert. In diesem Fall diente der Einband des
Buches von Klaus Schubert und Claudia Metz ›Abgefahren – In 16
Jahren um die Welt‹ als Vorbild. Zwei Fotos mit dem Original
sehr ähnlichen Motiven übereinander angeordnet; ein ›A-Titel‹
aus einem Wort, fertig ist die zum Verwechseln ähnliche Kopie.
Von der Dynamik und dem
tatsächlichen Erlebnissen kann das Buch allerdings nicht mit
›Abgefahren‹ mithalten, ist aber trotzdem meine Empfehlung wert. |