Computer

 

 

vielleicht mein erster....

 

Der Rechner Z22


Anwendungsgebiete des Z22: Betriebswirtschaft, Bautechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Kernreaktorbau, Ballistik, Vermessungstechnik, Aerodynamik, Optik, Bergbau.
 

Datenblatt

Name des Rechners Z22
Technik Röhrenrechner
Taktfrequenz 140.000 Hertz - elektronisch - mechanisch stabilisiert
Rechenwerk Gleitkommarechenwerk, 38 Bit Wortlänge
Mittlere Rechengeschwindigkeit Addition 0,6 ms; Multiplikation 10 ms; Division 60 ms; Wurzel 200 ms
Eingabe Lochstreifen (Fernschreibcode) Streifenleser bis 200 Zeichen pro Sekunde
Ausgabe Schreibmaschine oder Lochstreifen
Wortlänge 38 Bit, Gleitkomma
Anzahl Bauelemente 500 Röhren, 2400 Dioden
Anzahl Schrittschalter keine
Speicheraufbau Magnettrommel 6000 U/min, 8192 Speicherplätze, 25 Speicherplätze Ferritkern. Z22R mit erweitertem Ferritkern-Speicher
Leistungsaufnahme Ca. 3500 Watt
Gewicht Ca. 1000 kg
Einsatzgebiet Optische Industrie, Universitäten
Anzahl verkaufter Rechner 50 im Inland, 5 im Ausland
Preis in Euro 130.000,00 Euro
Kommentare Analytischer Befehlscode zur beliebigen Kombination von Mikrobefehlen. Flexible Programmierung und sparsamster Aufbau. Ein Original steht im Heimatmuseum Huenfeld.

mein wirklich erster "Computer"       Sinclair

Sinclair ZX 81 / Timex TS-1000

1981

 

Der ZX 81 war eine kleine Revolution, denn er kam mit insgesamt nur vier ICs (!) aus. Dadurch konnte der Rechner sehr billig produziert werden; der ZX 81 war der erste Computer, der in Großbritannien für unter 100 Pfund gekauft werden konnte (als Bausatz, das Fertiggerät kostete etwas mehr).

Die technischen Daten des ZX 81 sind eher bescheiden, in der Grundausführung hat der Rechner nur 1 KByte RAM, keine hoch auflösende Grafik und keinen Sound. Allerdings kann der ZX 81 mit RAM-Packs bis zu 56 KByte hochgerüstet werden (64 KByte funktionieren nicht, da das ROM 8 KByte des Adressraums beansprucht).

Die Bildaufbereitung beim ZX81 wird komplett von der CPU erledigt, dadurch wird der eigentlich recht flotte Takt von 3,25 MHz effektiv auf ca. ein Viertel gedrückt - was einer Taktrate von 800 kHz bis 900 kHz entsprechen würde. Wenn ein Bild dargestellt wird, können Programme nur zum Zeitpunkt des Bildwechsels abgearbeitet werden, also in den Austastlücken, in denen heute z.B. der Videotext liegt. Aus diesem Grund hat der Rechner zwei verschiedene Betriebsmodi, einen ohne (FAST) und einen mit Bildwiedergabe (SLOW). Diese Modi lassen sich per Basic-Befehl oder per Maschinensprache über Ansprung der Betriebssystemroutinen umschalten.

 

Was die Betriebssicherheit angeht, sieht es beim ZX81 leider nicht sehr gut aus, Originalzitat von Karl-Heinz Mau: "Die Kiste stieg häufig ohne ersichtlichen Grund einfach aus (ZX81-Krankheit, nicht nur bei meinem). Meist dann, wenn man nicht gesichert hatte oder gar währenddessen. Wie oft habe ich damals das böse Wort mit S geschrien!" ;-)

 



 

 

In den USA ist der ZX81 übrigens als TS-1000 von Timex-Sinclair vermarktet worden. Es gab auch einen größeren Bruder namens TS-1500, der mit 16 KByte RAM ausgeliefert wurde, sonst aber identisch war. Außerdem existieren noch diverse Clones des ZX81, wie z.B. der Lambda 8300.

 

 

Sinclair ZX 81

Erscheinungsjahr:

1981

Prozessor:

Z80A

Taktfrequenz:

3,25 MHz

RAM:

1 KByte (erweiterbar auf 16, 32 oder 56 KByte)

ROM:

8 KByte inkl. Basic

Betriebssystem:

eigenes

Grafikchip:

---

Textmodus:

32 x 24 (22 nutzbare Zeilen, die letzten beiden Zeilen sind dem Betriebssystem vorbehalten)

Grafikmodi:

64 x 44 (Blockgrafik mit Viertelzeichen)

Farben:

2

Soundchip:

---

Sound:

---

Tastatur:

Folientastatur, QWERTY, 40 Tasten

Laufwerk:

---

I/O:

1 x Busport, 1 x EAR, 1 x MIC (beides 3,5 mm-Klinkenbuchse für Kassettenbetrieb), 1 x HF (Antenne)

 

Sinclair

Firmengeschichte

Sir Clive Sinclair wandelte sich vom Technikjournalisten zum Unternehmer. 1940 wurde er in London geboren. Im Alter von 17 Jahren ging er von der Schule und schrieb für eine Radiopraxis-Zeitschrift. Nebenbei schrieb er noch einige Bücher. Er war ein Individualist in der Computerwelt. "Er hat für die Personal-Computer das getan, was Henry Ford für das Auto vollbrachte", schrieb 1984 das Sammelwerk "Computer Kurs". Dabei hat er mehrere Vermögen gemacht, aber auch wieder verloren. Neben der Verbreitung der Computer hat Sir Sinclair aber noch einen anderen Traum, an den er auch immer gedacht und an dem er gearbeitet hat: ein billiges Elektroauto.

1962

Sinclair Radionics wird in Islington, London gegründet. Das Unternehmen verkauft Radios und Verstärker per Postversand.

1967

Der Firmensitz wird von London nach Cambridge verlegt.

1972

Sir Sinclair produziert den ersten Taschenrechner und verdient damit mehr als 2,5 Millionen Pfund. Dieser Taschenrechner war für umgerechnet unter DM 400 erhältlich und somit auch für jeden erschwinglich.

1975

Sinclair entwickelt die "Black Watch", eine der ersten Digitaluhren. Durch deren Unzuverlässigkeit und die sehr hohen Entwicklungskosten wird dieses Projekt aber ein Reinfall.

1977

Sinclair bringt einen Taschenfernseher auf dem Markt. Finanziell wird er dabei von National Enterprise Board bei diesem Projekt unterstützt.

1978

Der MK14, ein Computer in Bausatzform mit hexadezimaler Tastatur und einem 9-ziffrigen LCD, wird herausgebracht. Leider ist dieses Gerät noch nicht durch entwickelt, anwenderfeindlich und dadurch überhaupt kein Erfolg.

1979

Sinclair Radionics spezialisiert sich mit z.B. Digital-Multimetern auf wissenschaftliche Instrumente. Aus diesem Grund trennt sich Sir Clive Sinclair von dieser Firma. Er übernimmt die Führung von Sience of Cambridge.

1980

Der erste Heimcomputer unter 400,- DM, der ZX 80, kommt auf den Markt. Dieser wird aber nur über den Postversand verkauft. In den USA wird eine Kopie, der Micro Ace, hergestellt. Die Platine und sogar das ROM sind identisch. Sinclair einigt sich gütlich, der Clone wird als Lizenzrechner (mit den entsprechenden Gebühren) weiterproduziert, darf aber nur in den USA verkauft werden. Interessant ist, daß die Einigung wegen der gleichen Tastatur zustande gekommen ist. Das Copyrightgesetz für das ROM fehlte noch. Trotz des Erfolges kam die Firma in finanzielle Schwierigkeiten und wurde im März 1981 liquidiert.

1981

Unter den Namen Sinclair Research macht Sir Clive weiter. Die Weiterentwicklung des Computers, der ZX 81, wird ein großer Erfolg. Innerhalb von 2 Jahren werden über 2 Millionen Stück verkauft. Es gibt sogar kompatible Nachbauten auf der ganzen Welt.

1982

Der ZX Spectrum erweitert die Produktpalette von Sinclair. Durch Konstruktionsfehler und Lieferschwierigkeiten kommt es allerdings zu Anlaufproblemen.

1983

Nachdem die Schwierigkeiten behoben sind, wird der Spectrum als preiswerter Farbheimcomputer (unter 500,- DM) ein Erfolg. Besonders, als der Rechner nicht mehr nur nach langer Wartezeit zu haben ist, sondern direkt im Geschäft getestet und mitgenommen werden kann. Für den Spectrum kommt einige Pheripherie auf den Markt: Interface I für den Anschluss von Microdrives (Endlosmagnetbänder, eine billige Alternative zum Diskettenlaufwerk) und Interface II für die Aufnahme von ROM-Modulen. Eine RS232 Schnittstelle und ein einfaches Netzwerk können damit realisiert werden.

1984

Die Supermaschine QL wird vorgestellt und soll für Kleinbetriebe gedacht sein. Der Computer arbeitet wie der Amiga, Macintosh und Atari ST mit dem 68000 von Motorola, hat ein gut entwickeltes Basic, 128 KB RAM, eingebaute Microdrives und wird komplett mit Software ausgeliefert. Leider wird der Rechner etwas zu schnell vorgestellt und kann sehr lange Zeit nicht geliefert werden.

Im gleichen Jahr wird der ZX Spectrum mit neuer Tastatur und neuem Gehäuse als Spectrum + herausgebracht.

1985

Das neue Modell Spectrum 128 kommt auf den Markt. Neben einem neuen ROM zur Unterstützung der neuen Hardwarefähigkeiten (Speicherverwaltung der 128 KByte und Sound) ist aus Kompatibilitätsgründen auch noch das alte ROM enthalten.

1986

Die Firma Sinclair wird an Amstrad verkauft. Sir Clive Sinclair beschäftigt sich daraufhin mit seinem anderem Steckenpferd, dem Elektroauto. Danach bringt er noch einen elektrischen Hilfsmotor für das Fahrrad heraus.

Der Spectrum +2 ist der erste neue Rechner von Sinclair nach der Übernahme durch Amstrad. Wie der Spectrum 128 ist er mit 128 KByte RAM bestückt und besitzt eine Schreibmaschinentastatur. Mit dem +2 A/B erscheint zum ersten Mal eine Amstrad-Einschaltmeldung. Der beim 128 und +2 (A/B) eingebaute Kassettenrekorder wird dann später im Modell +3 durch ein 3"-Diskettenlaufwerk ersetzt. Mit dem +3 endet dann auch die Spectrum-Reihe.

1991

Es gründet sich das ZX-Team, ein loser deutschsprachiger Zusammenschluss von ZX - Liebhabern und Bastlern. Es soll ein lockerer Club werden, wo nur die Unkosten für das Mitgliedsmagazin verlangt werden, an dem übrigens jeder mitarbeiten kann.

1998

Das ZX-Team findet immer mehr Interessenten. Es sind ca. 60 Leute, von dem der harte Kern von ca. 20 Personen aktiv entwickelt. Der ZX 96 hat eine PC-Tastatur, LCD-Bildschirm, 3,5 (ST) Diskettenstation (oder auch die Commodore 1541), eine Festplatte bis 120 MB und eine Megabit Speichererweiterung. Farbgrafik oder Anschluss eines Modems sind selbstverständlich auch normal :-).

Nachfolgertypen 386sx, 486 usw.


Nach dem Spielen mit dem Sinclair, das war natürlich eine tolle Erfahrung für mich, begann die richtige "Computerei". Der erste brauchbare Prozessor Chip war der 286er, allerdings damals noch nicht wirklich leistbar.

Die Festplatten wurden das erste mal in einer kaufbaren Form vorgestellt und hatten eine Kapazität con ca. 20 MB.Das war immerhin besser als die noch üblichen Diskettenlaufwerke mit 5 1/4 Zoll, davon hatte man ja zwei, eines für das Programm, dass andere zum Speichern.

Der erste Computer war ein 386erSX, ein modernes Desktop Gehäuse, Festplatte 40 MB und zwei Floppy Laufwerke, 3 1/2 und 5 1/4 Zoll. Als Hauptspeicher wurde das System auf sagenhafte 4 MB sündteuer hochgerüstet.

 

 

Der 386er kostete damals mit einem monochromen Monitor und einem Nadeldrucker, mit dem Betriebssystem DOS 2,xx ca 60 Tausend Schilling, das entspricht heute in Euro ca 3600,00 €.

Die folgenden Computer brauchte ich beruflich, schnell änderte sich die Technik, die Preise wurden immer tiefer.

Eine Sensation war zum Beispiel einer der ersten echten 600 MB Festplatten um ca 1100,00 €, heute kann man sich das gar nicht mehr vorstellen.

Der jetzige Stand ist ein Computer mit einem Pentium 4 Prozessor mit 3,2 Gigahertz, rund 1 GB Hauptspeicher, 2 x 160 GB Harddisk, DVD Laufwerk, DVD Brenner usw.

Natürlich ist die Kiste schon wieder veraltet!

 


www.jenisy.com