Gölles - Edelbrände
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Alois Gölles "Edelbrände, Erzeugung, Beurteilung und Verkostung" Es gibt reichlich Fachliteratur zum Thema Schnaps und Branntwein. Beginnend vom praktischen Ratgeber bis zur wissenschaftlichen Abhandlung. |
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Gefordert sind bei einem Fachbuch immer so genannte Objektivitätskriterien, messbare Parameter chemischer, technischer, analytischer Natur. Der Edelbrand ist aber ein lebendiges Naturprodukt. Viel zu individuell, um nur durch Volumprozent, Milligramm oder ppm ausreichend umschrieben zu sein. Dieses Buch ist anders. Es liegt darin viel persönliche Erfahrung, subjektive Beobachtung. Es erhebt keinen Anspruch auf wissenschaftliche Vollständigkeit, sehr wohl jedoch auf die Freude an einem lebendigen, kreativen Handwerk. |
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| Die 10 Regeln von GÖLLES | |
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| 1. | Am wichtigsten für den Schnapsbrenner ist sauberes Obst. So sauber, daß man es selber gerne essen würde |
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| 2. | An zweiter Stelle steht die Frische und Aromatik der Früchte. |
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| 3. | Und an dritter Stelle folgt - wie sollte es anders sein - das Obst, das Obst und wieder das Obst. Die Lage, der Boden, das Klima und die physiologische Reife. Dann kommt lange nichts. Erst viel später trifft man Überlegungen, wie man diese guten, frischen, aromatischen und appetitlichen Früchte optimal verarbeiten kann. |
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| 4. | Beim Einmaischen müssen die Früchte nochmals sortiert, gut zerkleinert und von Stengeln, Rispen, Dolden und Steinen getrennt werden. |
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| 5. | Die Gärung soll langsam - und somit aromaschonend - erfolgen. Nicht zu warm und nicht zu kalt. |
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| 6. | Gebrannt wird langsam und vorsichtig nach dem Rauh - und Feinbrandverfahren, also doppelt. |
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| 7. | Bevor der Schnaps abgefüllt wird muß er lagern, durch die Zeit an Reife und Komplexität gewinnen. |
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| 8. | Es wird weder gesüßt, abgerundet, noch aromatisiert. Die Quintessenz kommt unverfälscht in die Flasche. |
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| 9. | Jede Bewegung, jeder Transport bringt Unruhe in das harmonische Gefüge eines guten Schnapses. Vor dem Trinken soll man ihm daher mindestens 2 - 3 Wochen Zeit zur Beruhigung gönnen. |
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| 10. | Gute Schnäpse kann man nicht nur riechen. Man muß sie trinken um sie wirklich zu ergründen. Am besten nicht zu kalt, bei einer Temperatur von 15 - 20°C und besonders wichtig: im richtigen Glas |