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Orvieto |
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Citta di Orvieto |
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Der Ursprung der Stadt Orvieto ist noch nicht
geklärt, wenn auch kürzlich erfolgte archäologische Entdeckungen von ihrer
Besiedelung seit der Bronze und Eisenzeit zeugen. Soweit festgestellt werden
konnte, sollen die Etrusker die ersten Bewohner des Tuffhügels gewesen sein, wo
sie sich niederließen, nachdem sie einen auf lange Zeit einzigen Zugangsweg
ausgehauen hatten. Die vielen, zum Teil auch recht faszinierenden Mutmaßungen
der Wissenschaftler haben bis jetzt noch nicht bewiesen, welches die wirkliche
politische und religiöse Funktion der Stadt innerhalb des etruskischen Bundes
war, wenn auch ihre Lage im Zentrum eines Flusstales und ihr Prestige
(vielleicht als "heilige Stadt" der Etrusker) ihrer schon blühenden
Handelswirtschaft und ihrer Bedeutung einen noch erheblicheren Aufschwung geben
konnten. Die Funde und der Belvedere Tempel zeugen davon, dass sich die Stadt zu
diesem Zeitpunkt über die gesamte Fläche des Tuffhügels erstreckte, nach welchem
Stadtplan ist allerdings schwierig zu sagen, während sich am Fuß des Hügels
ringförmige Begräbnisstätten bildeten, von denen heute noch die im Norden, "Crocefisso
del Tufo" genannt, und die "Cannicella" im Südosten sichtbar sind. Nach der
Zerstörung der Stadt durch das römische Heer (26.'3 v. Chr.) verlor Orvieto sein
Ansehen und seine Bewohner. Später entwickelten sich Landwirtschafts - und
Handelstätigkeiten längs der Land - und Wasserwege um den großen römischen
Hafen Pagliano (III - IV Jhdt. v. Chr.) am Zusammenfluss des Paglia mit dem
Tier. Während der Völkerwanderungszeit - einer Zeit von großer politischer und
sozialer Unbeständigkeit - gewinnt die Stadt als Naturfeste wieder an Bedeutung
und an Bewohnern. Sie wird zum Hauptstützpunkt der Goten, bis Belisar sie im
Jahre 53H für Byzanz erobert. Im Jahre 605 finden wir Orvieto unter der
Herrschaft der Langobarden, und noch im Jahre 1000 behalt die "Grafschaft
Orvieto", vielleicht in die Region Toskana eingegliedert, das langobardische
Feudalsystem bei, wie auch das Oberhaupt all ihrer Grafen langobardischer
Herkunft war. In diesen Jahren entsteht die mittelalterliche Stadt mit ihren
Türmen und turmartigen Häusern, die von dem sich in der Stadt niedergelassenen
Landadel errichtet werden, aber auch mit ihren Kirchen und sonstigen religiösen
Kultstätten. Die Gemeinde bildet sich im 12. Jhdt. aus dem Kontrast zwischen den
Arnaldisten und den Papstanhängern; seine erste offizielle Urkunde schliesst es
im Jahre 1157 mit Hadrian IV. ab. Die Gemeindepolitik strebt nach Autonomie von
den beiden Universalmächten, und auch die blutigsten Stadtkämpfe (wie die der
Patarini, die zusammen mit den adeligen Gibellinnen im Jahre 1199 Pietro Parenzo,
das von Innozenz III ernannte Stadtober- haupt, umbringen) zeugen vom Willen
nach Autonomie seitens der Gemeinde, auch als die Einmischung des Kirchenstaates
immer deutlicher in Erscheinung tritt. |
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