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Skandinavien 2002 |
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Sonderinformationen Norwegen Teil 1 Sonderinformationen Norwegen Teil 2
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Meine erste Reise in die "kalte Landschaft" fand im Frühsommer 2002 statt. Bisher konzentrierten sich meine Motorradreisen auf das südliche Gefilde von Europa, immer nach dem Motto Sonnenschein, blauer Himmel, grüne Wälder und Wiesen und jede Menge Kurven. Das Wetter in unseren Breiten ist ja schon ein Glücksspiel, Regen und Sonnenschein wechseln sich schnell ab, die ewig trockene Straße bleibt ein Traum der Motorradfahrer. Dann aber war der Reiz in den Norden zu fahren so groß, dass ich mich kurzer Hand entschied, im Sommer 2002 in Richtung Nordkap aufzubrechen.
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Große Vorbereitungen gab es nicht, ein wenig Literatur und Infomaterial über die skandinavische Landschaft und deren Bewohner, das war`s halt. Nicht schlecht wäre ein(e) Partner(in) für diese Reise, also versuchte ich die Leute über das Internet zu finden und platzierte auch entsprechendes Infomaterial an diversen Motorradtreffpunkten. Die Reaktionen waren leider spärlich, die wenigen Kontakte brachten keinen Erfolg. ( Suche nach Partner pdf Datei) Also fuhr ich alleine in den hohen Norden.
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Die Reiseroute |
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Abschnitt 1 Tagesetappe 940 Kilometer Wien - Haugsdorf - Znojmo - Jihlava - Liberec - Zittau - Potsdam - Malchow/ Müritzsee die Abfahrt von Wien An einem verregneten Sonntag Morgen brach ich mit meiner CBR-1100, voll bepackt mit 3 Koffern, in Richtung tschechische Grenze auf. An einer Tankstelle füllte ich Benzin in den Tank und die Reifen mit Luft auf, zog mir noch das Regengewand über und los ging das große Abenteuer Namens "Nordkap". Die Formalitäten an der EU Außengrenze waren am frühen Vormittag rasch geklärt. Die Zollstelle Haugsdorf hinter mich lassend fuhr ich auf Znaim in Tschechien zu. |
Wien, Abfahrt bei Regen |
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Die Fahrt verläuft durch die Stadt
Znaim (Znojmo) nördlich nach Jihlava, die Bundesstraße 38 bis
Kolin, der BS38 weiter folgend ging die Reise Prag vorbei nach
Reichenberg (Liberec). Die Grenze bei Zittau überschreitend, ging die
Tour nach Deutschland. Dresden, eine schöne Stadt im ehemaligen "Osten"
mit der wunderbaren Semperoper ließ ich wahrsten Sinne des Wortes links
liegen, mein Ziel war Rostock. Von Wien nach Rostock sind es in etwa
knapp 1000 Kilometer, wenn man die größeren Städte auslässt, müsste sich
die Tour in einem Tag realisieren lassen.
Malchow - Müritzsee An Berlin vorbei, schaffte ich es ohne großen Anstrengungen bis zur sehr schönen Seenplatte Müritzsee. Dort im ruhigen Seengebiet verbrachte ich in einer netten Pension meine erste Nacht. Am nächsten Morgen, nach einem guten Frühstück, kam ich gegenüber meiner Planung ein wenig später weg. Die runden 60 Kilometer nach Rostock brachte ich schnell hinter mich und stand unvermutet am Hafen von Rostock. Pech für mich, später aufgestanden zu sein, die geplante Fähre nach Trelleborg in Schweden war vor zwanzig Minuten abgefahren. |
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Die kurze Anfrage im Hafenbüro, wann die nächste Fähre in die geplante Richtung geht, brachte mich auf eine andere, eigentlich bessere Route. Die Fahrt verläuft jetzt nach Dänemark über die Fährverbindung Rostock > Gedser, die gegenüber der anderen Route wesentlich kürzer war. Zwei Stunden in etwa beträgt die Fahrzeit nach Gedser, nach Trelleborg hätte Überfahrt mehr als 9 Stunden gedauert. Von Gedser führt eine Autobahn in Richtung Kopenhagen, von dort ging es weiter nach Helsingor. Mit der Fähre dauert die Überfahrt von Helsingor nach Schweden ca. 20 Minuten, das schwedische Festland erreiche ich bei Helsingborg. Mein nächstes Ziel war eine Übernachtung in der Nähe von Oslo in Norwegen. Nach einer Stärkung in der Nähe von Helsingborg düste ich gen Norden bis Göteborg. Bedingt durch die fortgeschrittene Zeit verzichtete ich auf eine größere Besichtigung von Göteborg. Die Autobahn endet im schwedischen Uddevalla und ich folgte der E45 auf einer immer schlechter werdenden Straße. Bei Frederikstad verlies ich die Bundesstraße und ging auf Quartiersuche. Jetzt, mitten im Juni, verzögerte sich auf diesem Breitengrad die Dunkelheit beträchtlich, es blieb also lange hell. Mittlerweile war es schon fast 21 Uhr, und an brauchbaren Unterkünften gab es hier nicht viel. Die Stadt selbst war eine nicht so schöne Industriestadt, hier musste ich ja nicht bleiben. Knapp vor Oslo fand ich ein Hotel an der Hauptverkehrsstraße, der Nachteil an dieser Geschichte, das Hotel hatte ab 21 Uhr geschlossen. Also weiter nach Oslo, dort erlebte ich dasselbe, kleine Hotels sind ab 21 Uhr dicht. Die Anfrage in mehreren großen Hotels brachten mir die Erkenntnis, das dass wohnen in Norwegen enorm teuer ist. |
Abschnitt 2 Tagesetappe ca 870 Kilometer Malchow - Rostock - Gedser - Helsingor - Helsingborg - Göteborg - Frederikstad - Oslo - Drammen
Oslo, Rathaus
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Karte von Malchow nach Drammen-Norway 2. Tag ca 870 Kilometer |
Die Hotelkosten in Oslo und nächster
Umgebung belaufen sich von 150,00 bis ca. 250,00 €. Die berühmten Hütten
(Hytter) waren in und um Oslo nicht zu entdecken. Raus aus Oslo,
irgendwo muss es ja ein preiswerteres Hotel geben. Nächstes Ziel war das
rund 30 Kilometer entfernte Drammen. Hier spielte sich das gleiche ab
wie in Oslo. Mitternacht war schon vorbei, die Dunkelheit (!) brach
langsam herein und ebenso meine Müdigkeit. In der Nähe von der Stadt
Drammen entdeckte ich einen tollen Aussichtspunkt mit Blick über den
Oslofjord. In dieser netten Umgebung fand ich auf einem sanften Hügel
eine Bank mit einer Spitzenaussicht. Das Motorrad abgestellt, ein
spärliches "Nachtmahl" aus dem Koffer, auf der Sitzbank bequem gemacht,
genoss ich den Blick über den Fjord. Auf einmal ging in mir das "Licht"
aus und ich schlummerte völlig unbekümmert auf der Bank ein.
in der Nähe von Drammen im Morgengrauen Im Morgengrauen erwachte ich durch eine frische Briese, ein Frühstück und vielleicht eine Dusche wären jetzt nicht schlecht. Da es mittlerweile so um fünf Uhr früh war, beschloss ich, nach Oslo zurückzufahren. Oslo erreichte ich knapp 30 Minuten später, hier schlief allerdings noch alles. Ein Bummel durch die noch ruhende Stadt war ein eigenes Erlebnis. Im Hafengebiet, unweit vom Rathaus, machten die ersten Lokale ihre Pforten auf. Das Frühstück konnte ich realisieren, der Körper musste auf seine Dusche halt warten. Das morgendliche Oslo verließ ich wieder in Richtung Drammen auf einem kurzen Autobahnstück, eine Besonderheit in Norwegen, denn Autobahnen gibt es nur im Umfeld von Oslo, also praktisch fast keine. Eine Besonderheit fiel mir bei der Anfahrt nach Oslo auf, hier in Norwegen bezahlt man seine Parkgebühren für die Stadt im Voraus an einer Sperre, die es vor jeden größeren Stadt gibt.
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