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Reise Skandinavien |
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Von Oslo
aus, über Drammen fahrend, erreichte ich nach ca. 50 Kilometern die alte
Bergwerkstadt Kongsberg. Hier am Fluss Lägen, der durch das Numsdal
seine Kurven zieht, fuhr ich nach Geilo, einem Wintersportort im
angrenzenden Gebiet der Hardangavidda. Geilo ist auch ein Ort, der mit
der Eisenbahn erreichbar ist. Diese führt von Oslo bis nach Bergen, wo
sie auch endet. Das Eisenbahnnetz ist in Norwegen nur sehr spärlich
ausgebaut. Der Grund liegt zum Einen im geringen Bedarf, beding durch
die relativ geringe Einwohnerzahl in Norwegen, zum Anderen an den
zerklüfteten Küsten mit den Fjorden. Hier ist es nur mit extremen
Aufwand möglich, Eisenbahnstrecken zu bauen. An der West und Südküste
dominiert natürlich das Schiff. |
Fluss Lägen mit vielen Lachsen in Kongsberg |
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Tagesetappe ca 310 Kilometer Drammen - Oslo - Drammen - Kongsberg - Nore - Geilo
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Die erste Nacht in einem Hotel in Norwegen verbrachte ich in dem Wintersportort Geilo. In einem netten Hotel mitten im Zentrum dieser kleinen Stadt, versuchte ich ein preiswertes Zimmer zu bekommen, der Portier war nett und machte mir außerhalb der Saison einen Vorzugspreis von ca. 60,00 €. Da ich unterwegs im Numedal keine Bleibe auftreiben konnte, nahm ich dankend an. Der Weg hier her war vom Regen gezeichnet, kalt war es ebenso, unterwegs gab es bedingt
durch Straßenarbeiten noch längere Wartezeiten vor den Baustellenampeln und weit und breit keine Übernachtungsmöglichkeiten. Der Grund dafür, war die noch nicht vorhandene Saison der Sommerfrischler, die Campingplätze hatten geschlossen, somit gab es auch keine Hütten zu mieten. Geilo war sozusagen das Paradies mit einem warmen Hotelzimmer und Essen. Um Mitternacht war es hier noch immer recht hell, trotz des heftigen Regens. von Drammen nach Oslo zurück nach Drammen - Kongsberg - Geilo ca. 310 Kilometer |
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Nach dem sehr ausdauernden Frühstück macht ich mich wieder auf den noch immer feuchten Weg in Richtung Bergen. Über die als Naturschutzgebiet bekannte Hochebene (Vidda) der Hardangervidda führte der Weg nach Eidfjord. Diese Hochebene liegt für unsere Verhältnisse nicht besonders hoch, hier oben im Norden, gewinnt man den Eindruck, sich auf mehr als 1000 Meter Höhe zu befinden. Die Landschaft ist hier eher karg, von vielen Gewässern und kleine Seen durchzogen. Auffallend waren die gegen Ende Juni noch vorhandenen Schneestangen als Straßenbegrenzung. Je höher, desto spärlicher der Baumbewuchs. Nach einer Rast auf der Hochebene, kühlte es merklich ab, der Himmel bewölkte sich zusehends. Völlig alleine in dieser Abgeschiedenheit, telefonierte ich mit meiner Lebensgefährtin in Österreich. Dort gab es zur selben Zeit eine extreme Hitzewelle mit über 30 Grad im Schatten und hier in Norwegen auf der Vidda hatte es keine Zwei Grad über Null. Damit der kalte Eindruck erhalten bleib, fing es an leicht zu schneien. Nach kurzer Zeit änderte sich dieser Schneeregen ins Eisgraupeln. Na toll, was wünscht man sich mehr, das Regengewand hatte ich schon wieder an, an das weiterfahren war bei diesem Straßenbelag nicht zu denken. Nach einer Stunde war dieser Zauber wieder vorbei und die Eiskügelchen auf der Straße schmolzen wieder zu dem, was es in Norwegen in Hülle und Fülle gibt, in jede Menge Wasser. Rundum gibt es noch viele Schneefelder, daher die kalte Briese, die mich hier dauernd begleitet. Eine echte Bereicherung war meine Griffheizung, zusammen mit den Goretex Handschuhen ein echter Gewinn. Auffallend in dieser Umgebung sind die vielen Privathütten, die hier überall verstreut zu finden waren. Ein echter Norweger brauchte ein Boot und eine Hütte in den Bergen oder irgendwo am Wasser. Nicht zu vergessen auch die norwegische Fahne oder Wimpel auf einem weißen Masten. Dieses Phänomen trifft man überall in Norwegen. |
Abschnitt 4 Tagesetappe ca 240 Kilometer Geilo - Eidfjord - Brimnes - Granvin - Norheimsund - Bergen - Eidsvag
Das Naturschutzgebiet der Hardangervidda |
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von Geilo über die Hardangervidda nach Bergen ca. 240 Kilometer |
In Eidfjord angekommen, hieß es
ein paar Kilometer weiter bei Brimnes einmal auf die Fähre zu warten,
die hier über den Eidfjord führt, meiner Ersten auf dieser Reise. Ohne diesen
Fähren läuft hier nichts im Fjordland. Daher in der Reihe der Wartenden
schön brav anstellen und warten, bis die Fähre eintrifft. Die Norweger
waren ein wenig erstaunt über mein anstellen, kurz darauf erschien ein
Motorrad mit einem Schweden drauf, der fuhr kurzerhand vor bis zur
Rampe. Ich machte das brav nach, nachdem man mir erklärte, das dass hier
so üblich ist. Na ja, man lernt ja nie aus. Nach der kurzen, aber sehr feuchten Überfahrt erreichten wir das gegenüberliegende Ufer. Die Runterfahrt von der Fähre lief problemlos und weiter ging die Fahrt auf einem sehr schmalen Ufersträßchen. Sehr romantisch diese Strecke, wäre nicht zeitweise ein Gegenverkehr. Meist sind es "Ausländer", die mit dem Wohnmobil daherzuckeln, natürlich mitten auf der Straße. Mit dem voll beladenen Bike geht es sich oft nur sehr knapp aus auf diesen schmalen Fjordstraßen. Trotz des zeitweisen Regens ist die Strecke sehr schön, viele neue Eindrücke hinterließ diese Landschaft. Vom Hardangerfjord sind es einige Kilometer bis zu dem berühmten Wasserfall, den Steinsdalfossen, quasi mein erster großer Wasserfall aus der Nähe. Nach einigen Kilometern stieß ich auf die Hauptstraße, die nach Bergen führte. Knapp vor Bergen gab es wieder eine Zahlstelle für die Parkgebühr im Voraus. Ich nestelte gerade an meinem Taschenwerk herum um das Geld herauszuholen, da kam ein Motorradfahrer flott daher und fuhr an einer unbeschrankten, aber mit Videokamera gesicherten Durchfahrt einfach durch. Ich kapierte sofort, denn die Kamera sieht einem ja nur von vorne. Damit war auch diese Sache klar, nichts wie durch und auf nach Bergen Stadt. Zum Glück ließ der Regen nach und im Dunst des vorgegangenen Regens erreichte ich das Zentrum von der schönen Stadt Bergen. Da die Zeit schon fortgeschritten war, versuchte ich ein Zimmer zu bekommen. Zu meinem Pech gab es hier ein Musikfestival und keine Chance, ein leistbares Zimmer zu bekommen. |
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| Raus aus der Stadt, in
nicht allzu weiter Entfernung gibt es den Ort Eidsvag mit einem
Campingplatz der zum Glück geöffnet hat. Hier wurden auch die legendären
Hütten vermietet um ca. 50 € die Nacht. Da ich ja alleine war, hatte ich
die ganze Hütte um diesen Preis für mich. Eine Art Restaurant gab es
hier im Einkaufsshop des Campingplatzes, aber das Essen und die Preise
sind ein Horror. Ich montierte meine Koffer von der Maschine und fuhr leichter bekleidet die par Kilometer nach Bergen. Schade, das dass Wetter so mies war, die Stadt wäre im Sonnenschein wesentlich schöner und freundlicher. Auffallend waren die vielen Reisebusse die jede Menge Touristen ausspieen. Das Festival fand ja hier statt, daher waren auch die meisten Restaurants voll. In einem netten, kleinen Fischrestaurant hatte ich aber Glück und lies mir eine Fischplatte munden, natürlich zu einem fürstlichen Preis. In der Nacht regnete es wie wild, die Hütte war zum Glück wasserdicht und der elektrische Heizkörper tat seine Pflicht. Am kommenden Morgen nach dem spärlichen Frühstück verstaute ich mein Gepäck auf der frisch gewaschenen Maschine und tourte weiter gegen Norden. Mein nächstes Ziel war Olden, nahe dem Brigsdal Gletscher. |
Bergen mit dem berühmten Hafenteil, die Brygge |
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Abschnitt 5 Tagesetappe ca 430 Kilometer Eidsvag - Hilkje - Knarvik (Fähre) - Vikanes - Leiknes - Eikanger - Eide - Instefjord - Lavik - Vadheim - Kvist - Balestrand - Leikanger - Sogndalsfjora - Mundal - Skei - Utvik - Innvik - Olden - Brigsdal - Olden
Die Strecke nach Olden hatte es in sich, jede Menge Kurven, wenig Verkehr, dafür umso mehr Ausblicke über die Fjorde. Vorbei ging es nach Bergen am Osterfjord, Fensfjord, Masfjord und zum großen Sognefjorden. Wunderschön liegt am Sognefjorden der Ort Balestrand.
Viele alte Häuser prägen diesen Ort, der ja eine ehemalige Künstlerkolonie war. Ein Hotel mit Geschichte ist das Kviknes Hotel.
Das Kvikne's Hotel in Balestrand ist ein historisches Haus, vor dem häufig Kaiser Wilhelms Jacht "Hohenzollern" festmachte. Im prachtvollen Haupthaus mit seinen üppigen Schnitzereien und den großen Balkons direkt zum Sognefjord hin gibt es nur wenige Zimmer. Die Mehrzahl der Gästezimmer befindet sich in einem wenig schönen Anbau. Aber die traumhafte Lage am Fjordufer, die holzvertäfelten Salons und eines der besten Abendbuffets des Landes machen den mittelprächtigen Standard der Zimmer mehr als wett. Von preiswert kann ja hier nicht die Rede sein.
St. Olavs Kirche in Balestrand (Ende des 19. Jahrhunderts) |
Die alte Künstlerkolonie Balestrand als bekanntester Ferienort am Sognefjord eignet sich ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen im Wald und im Gebirge, Ausflugsfahrten auf dem Fjord, und für Rundfahrten zu den vielen beliebten Sehenswürdigkeiten in Sogn og Fjordane (4 Stabkirchen, viele Museen, Sogndal, Gletschermuseum in Fjärland, Europas größter Gletscher - der Jostedalsbre, Gletschercenter mit Gletschertouren in Jostedal, Förde, Hochgebirge Vikafjell und Gaularfjell usw. sowie nach Bergen (ca. 3 Std. mit dem Auto, ca. 3,5 Std. mit dem Expressboot an der Küste entlang)). Im Sommer Bootsausflüge u.a. nach Flam und zur legendären Flamsbahn.
Reise wird demnächst fortgesetzt! |
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