zurück

San Galgano

 
 

Ruine San Galgano

Ruine San Galgano

 

San Galgano -

Klosterruine in der Nähe von Siena

Eindrucksvolle Ruine einer der schönsten Abteien des Zisterzienserordens Europas; wurde Ende 1100 gegründet. Die große gotische Kirche, mit den wunderbaren Mono- und Zwillingsfenstern, hat als Dach den Himmel und als Fußboden, einen grünen Rasen. Vom Kloster ist der Kapitellsaal geblieben, der Saal der Mönche und ein Teil des Kreuzganges. Alles zusammen gesehen ist hell und sehr eindrucksvoll, kurzum ein unvergesslicher Anblick. Interessant ist auch das nicht weit entfernte, gleichnamige, romanische Kirchlein mit Fresken von A. Lorenzetti.
 

Die verfallene Zisterzienserabtei entstand 1218 im gotischen Stil und ist von dichtem Wald umgeben. Ein Besuch der majestätischen Ruine empfiehlt sich trotz ihres abgelegenen Standorts. Die für die Toskana ungewöhnliche Architektur verrät die französische Herkunft der Zisterziensermönche, die das Kloster erbauten. Die Mönche mieden den Kontakt zur Zivilisation und führten ein Leben in Gebet und Arbeit. Sie rodeten die Hügel, um Weideland für ihre Schafe zu erhalten, und kamen trotz des Armutsgebots durch Wollhandel zu Reichtum.

 

Mitte des 14. Jahrhunderts geriet die Abtei in schlechte Hände, der Niedergang war damit vorgezeichnet. Im späten 14. Jahrhundert plünderte der englische Söldnerführer Sir John Hawkwood die Abtei, und 1397 hielt sich nur noch der Abt dort auf.
Obwohl sich später wieder Mönche hier ansiedelten, wurde das Kloster im Jahr 1652 endgültig aufgelöst. Die lange verlassenen Bauten werden gegenwärtig für den Nonnenorden der Olivetaner restauriert.
Auf einem Hügel oberhalb der Abtei errichtete man 1185 die Kuppelkirche von Monte Siepi zu Ehren des heiligen Galgano, der dort 1181 als Einsiedler gestorben war

 

Betritt man das kreisrunde Oratorium, sieht man sich dem in Stein steckenden Schwert des Heiligen gegenüber. Fresken des Ambrogio Lorenzetti (1344) bedecken die Wände der Seitenkapelle (14. Jahrhundert). Sie zeigen Ereignisse aus dem Leben des heiligen Galgano und sind teilweise in schlechtem Zustand. Im Laden neben der Kapelle werden Kräuter, Weine und Olivenöl sowie Bücher zur Geschichte der Region verkauft

 

Galgano kam 1148 als Sohn adliger Eltern zur Welt und wuchs zu einem tapferen, aber zügellosen Ritter heran. Später widmete er sich ganz dem Glauben.
Als er versuchte, sein Schwert zum Zeichen seiner Ablehnung des Kriegs an einem Fels zu zerbrechen, nahm der Stein die Waffe auf. Galgano sah darin ein Zeichen Gottes und baute eine Hütte auf dem Monte Siepi, am Standort der heutigen Kirche.
Dort starb er 1181 als Einsiedler. Papst Urban III. ließ ihn als Symbolfigur des christlichen Rittertums 1185 heiligsprechen.

der "Tiger" von Galgano

Isabella auf toskanisch

wunderschöne Allee

Eindrucksvoll zeigten sich uns diese Ruinen bei strahlendem Wetter. Hier spürte man deutlich diesen südlichen Flair mit toskanischer Prägung.

Hier in diesen Ruinen begneten wir auch den "Tiger" von San Galgano. (siehe Foto)