|
|
Steiermark 2003 |
Ein kleiner Halbtagesausflug war geplant, so eine nette Tour in Richtung Mariazell oder ähnlich. Das Wetter war sehr schön, die Straßen griffig und gute Laune steckte unter dem Helm. Mariazell war über die klassische Strecke (Kalte Kuchl) bald erreicht, also hatten wir noch Zeit um ein entferntes Ziel zu erreichen. Der Erzberg würde der lieben Isa (Isabellea) gut gefallen. Das schöne Salzatal war bald erreicht und hurtig ging es an dem Wildfluss, der Salza, über Wildalpen der kurvenreichen Straße entlang. Von Hieflau ging es nach Eisenerz, dort machten wir einen Pflichtbesuch am herrlichen Leopoldsteiner See, wie es sich für einen alten "Steirer" halt gehört. Die Rast am See tat der Seele und dem Hintern gut und wir ließen uns ein wenig Zeit, um die Gegend in uns aufzusaugen. Das nächste Ziel war der Parkplatz vis a` vis vom Erzberg, erreichbar durch den Ort Eisenerz mit einer kurzen Auffahrt über die tollkühne Rampe der Schnellstraßenbrücke die zum Pass des Präbichl führt. Nach der Auffahrt auf dieser an den Berg geklebten Autobrücke erreichten wir den bekannten Aussichts-parkplatz gegenüber dem Erzberg. Eine schöne Aussicht auf den Erzberg und der Stadt Eisenerz inklusive dem Bergpanorama rundherum erfreute unsere Sinne. Der Tag war noch immer schön, eigentlich zu schade für die Heimfahrt. Also dehnten wir die Tour noch ein wenig aus und so kurvten wir nach St. Michael im Murtal. Von dort ist es ein Katzensprung nach Knittelfeld und auf das Gaberl. Der Pass Gaberl verbindet die Obere Steiermark mit der Weststeiermark. Diese schöne kurvenreiche Strecke führt bis nach Köflach. Von dort ist es nicht mehr weit in eines der schönsten Steiragebiete, auf die "Schilcher Weinstraße". Über die sanften Hügel der südwestlichen Steiermark erreicht man einen netten Ort, Gundersdorf. Diese Dorf ist ein Anziehungspunkt für die einheimischen Touristen, vor allem im Herbst zur Weinlese. Die Stimmung ist hier unübertroffen, denn dieser Ort liegt inmitten der herrlichen Schilcher Weinlandschaft.
Einen Pflichtbesuch mussten wir beim
"Florlwirt" machen, aus zwei Gründen natürlich. Der erste Grund war
das sich einstellende Hungergefühl, der zweite Grund ist dieses
altbekannte Gasthaus mit seiner herrlichen Terrasse und seiner
durchaus guten bürgerlichen Küche mit üppigen Portionen. Verhungern
kann man in dieser Umgebung wirklich nicht.
|
Florlwirt in Gundersdorf
|
||
Nach dem leiblichen Wohl und der Rast übersahen wir ein wenig die Zeit, für die Heimreise nach Wien in der hereinbrechenden Dunkelheit war es einfach zu spät, denn der Reiz über die Autobahn nach Wien zu "glühen" so an die 240 Kilometer Entfernung, dieser Reizstellte sich nicht ein. Ein paar Kilometer südlich beginnt ja die "Steirische Toskana", da wäre es ja fast eine Todsünde, nicht noch einen Tag anzuhängen. Daher fuhren wir zu einem alten Bekannten in die südliche Steiermark auf die Großwalz zum Obstbauern Kapun - Moser. Trotz der späten Ankunft wurden wir herzlich aufgenommen und besuchten am nächsten Tag den liebevoll hergerichteten Obsthof mit seinem Bauernladen. Der Hugo Kapun vom Moserhof baute mit Hilfe seiner Familie eine alte Tenne zu einem Verkaufsladen um. Diese umgebaute Tenne dient auch als Unterbringungsort für eine "wichtige" Einrichtung, der Schnaps und Likör Brennerei. Hier wird nicht nur Obst in fester, sonder auch in flüssiger Form verkauft. Wehmütig verließen wir diese herrliche Umgebung und fuhren über Leutschach und die herrlichen, mit Weinhängen übersäten sanften Hügel der steirischen Toskana, nach Stainz. Den Abschluss dieses Kurzausfluges, machte die Tour über Graz, Bruck an der Mur, Mariazell und die "klassische" Strecke über die "Kalte Kuchl" nach Wien.
|
|