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Stübing 2

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Sägewerk aus dem Kindthalgraben, Mürztal

 
  Dieser mächtige Ständerbau ist ein Beispiel bester alter Zimmermannsarbeit  
 

In dem zweigeschossigen, von einem schindelgedeckten Vollwalmdach beschirmten Ständerbau ist ein so genanntes Venezianergatter untergebracht. Ein 4 m hohes oberschlächtiges Wasserrad bringt das ebenerdig gelegene Triebwerk in Schwung, das seinerseits den hölzernen Schlitten und das Sägeblatt bewegt. Noch Ende der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde auf unserer Säge Bauholz geschnitten.

 
 
 

Seilerei aus Feldbach

 
 
 

Der ca. 30 m lange hallenartige Bau diente bis Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts als Seilerei. Mit den einfachen, noch funktionstüchtigen Geräten wurden einst aus Hanf- oder Flachsgarn verschiedene Arten von Seilen und Stricken hergestellt, wie sie vor allem in der bäuerlichen Landwirtschaft benötigt wurden.

 
  Blick auf das lang gestreckte Gebäude, in dem eine Seilerei untergebracht ist.  
 
 
 

Getreidemühle aus Feistritz bei Birkfeld

 
 
 

Die in überkämmtem Blockbau gezimmerte Mühle wird von einem steilen, über dem Eingang "abgewalmten" Schindeldach beschirmt. Die Mühle ist mit zwei parallel liegenden Mahlgängen ausgestattet, die von zwei oberschlächtigen, in der gemauerten Radstube laufenden Wasserrädern betrieben werden. Dabei bewegen die waagrecht rotierenden Grindlbume (Radachsen) über Kampräder und "Trieblinge" die Mahlsteine. Unter Dach ist ein Müllerstübl eingebaut.

  Außenansicht der Getreidemühle
 
 
 

 Getreidekasten aus Badendorf bei Wildon

 
  Der in überkämmtem Blockbau gezimmerte Speicher wurde im Jahr 1745 erbaut und diente bis 1976 als "Korn-Kasten" zur Aufbewahrung von Korn, Mehl u. a. Lebensmitteln. Das steile, mit Stroh gedeckte Satteldach ist in Firstrichtung über den giebelseitigen Eingang vorgezogen und auf zwei Holzsäulen abgestützt. Dadurch wurde ein überdachter Vorraum geschaffen, unter dem bei Regenwetter gearbeitet werden konnte.
 
 
  Blick auf den Kornkasten aus der südlichen Steiermark
 
 
 

Brechelhütte aus Baierdorf bei Anger

 
 
  Dörrofen, Dörrkammer und überdachter Arbeitsplatz als Gemeinschaftsanlage mehrerer Bauern.
 

Die typisch oststeirische Anlage wurde noch in den fünfziger Jahren des 20.Jahrhunderts von fünf Bauern zum Flachsbrecheln benutzt. In der in Blockbau gezimmerten Kammer wird der Flachs gedörrt. Die Hitze hiefür liefert der aus Bruchsteinen gemauerte, unter der Kammer liegende Ofen. Vor der Dörrkammer befindet sich ein Arbeitsplatz. Die gesamte Anlage wird durch ein steiles, über den Arbeitsplatz vorgezogenes, strohgedecktes Satteldach geschützt, um die Arbeit auch bei Schlechtwetter zu ermöglichen. Der in der Kammer gedörrte Flachs wird mittels der scherenartigen Brecheln gebrochen. Dabei werden die Stängel der

  Flachspflanzen aufgefasert und von den holzigen Teilen getrennt. Das dabei gewonnene Werg (Werch) wird dann durch die Flachshechel gezogen, wobei man die feinen Fasern gewinnt, die nun zu Leinen verarbeitet werden können.
 
 
 

 Schmiede aus Feistritz bei Birkfeld

 
 

Im Arbeitsraum der aus dem Jahre 1703 stammenden Schmiede sind Esse, Amboß, zahlreiche Zangen und andere Werkzeuge für die vielseitige Arbeit des bäuerlichen Schmiedes untergebracht. Der lang gestreckte Baukörper, der nur im Bereich der Esse gemauert ist, bietet dem Schmied auch eine wohnliche Unterkunft. Diese besteht aus einer kleinen "schwarzen Küche" und aus einem in Blockbau gezimmerten Wohnraum, der als Stube und Schlafkammer dient. Das steile Scherenjochdach ist mit Scharschindeln gedeckt.

 
  Die Hausschmiede mit einer bescheidenen Wohnung für den Schmied. Klicken Sie für einen Blick ins Innere.  
 
 
 

Wagenschuppen aus Semriach

Der offene, durch ein Satteldach beschirmte Riegelbau diente als Abstellraum für Fahrzeuge und Arbeitsgeräte. der Schuppen wurde auch als überdachter Arbeitsplatz zum Flachsbrecheln benützt.

 

 Feuerwehrrüsthaus aus Reitern, Bad Aussee

 
  Das in Riegelbauweise mit Bretterschalung errichtete Zeughaus diente zur Unterbringung des Spritzenwagens   
 
 
  Das Feuerwehrrüsthaus. Klicken Sie, um die Ausrüstung der Feuerwehrmänner zu sehen.
  und der Ausrüstung für die Feuerwehrmänner wie Uniformen, Helme, Pickel, Löschkübel u. a. In dem ca. 9 m hohen Turm wurden die Wasserschläuche zum Trocknen aufgehängt.
 
 
 

Hammerschmiede aus Krakauhintermühlen bei Murau

 
   
  Die mächtige Esse der Hammerschmiede. Klicken Sie, um den Schwanzhammer zu sehen.
 

Das als Zeugschmiede und Wohnhaus dienende Gebäude stand noch bis 1966 in Verwendung. Der gemauerte Bau wird von einem steilen, mit Scharschindeln gedeckten Sparrendach beschirmt. Die Hammerschmiede ist mit einem so genannten "Schwanzhammer" ausgestattet, der durch ein mittelschlächtiges Wasserrad betrieben wird. Eine aus Bruchsteinen gemauerte Esse mit Blasbalg, ein Amboß sowie zahlreich Zangen und Hämmer zählen zur Grundausstattung der Schmiede. In dieser Schmiede wurden Hacken, Braxen, Hauen, Steigeisen, aber auch der so genannte "Schöderberger Pflug" erzeugt. Ein zweites .

  Wasserrad betreibt eine Schleifvorrichtung, mit der die Hauen und Hacken geschärft wurden. Dem Arbeitsraum ist eine "Beschlagbrücke" angeschlossen, wo Pferde und andere Zugtiere beschlagen werden konnten. Vor der Schmiede ist ein Lehr- und Kräutergarten zu sehen
 
 
 

 Bildstock aus Rassach bei Stainz

 
  Der schlichte Bildstock  
Das schlichte, gemauerte Wegkreuz stammt aus dem Jahre 1660 und wird als Pestkreuz bezeichnet. Für die Dachdeckung wurden Stainzerplatten verwendet.
 
 

Wetterturm aus Schaftalberg bei Graz

  In seiner Funktion als Glockenträger entspricht der ca. 9 m hohe Turm dem burgenländischen Turm aus Schallendorf. Da er jedoch aus langwüchsigen Fichtenstämmen errichtet wurde, ist er schlank und wesentlich höher als sein Schallendorfer Gegenstück. Seine Glocke wurde geläutet, wenn Gefahr durch Wetter oder Feuer gegeben war.
Der Wetterturm steht auf einer leichten Anhöhe
 
 

Bauernhaus "Niggas" aus Rauchegg bei Mooskirchen

 
 
  Im historischen Kaufmannsladen kann man auch heute "Zuckerln" und anderes erstehen.
 

Das im Wohnteil in überkämmtem Blockbau gezimmerte und mit einem Quergiebel (Wiederkehr) ausgestattete Haus ist ein gutes Beispiel für die typisch weststeirische Bauweise. Am Trambaum der Kammer ist die Jahreszahl 1805 eingeschnitzt. Im gemauerten Teil des Hauses wurde eine Gemischtwarenhandlung untergebracht, wie sie vereinzelt noch nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Lande zu finden war. Hier wurden Bekleidung, Arbeits- und Haushaltsgeräte, Lebensmittel u. a. Bedarfsgüter angeboten. In zahlreichen Regalen fanden die unterschiedlichsten Waren in zweckmäßiger Ordnung Aufnahme. In den vielen Laden des Wandschrankes wurde die früher stets "offene" Ware verwahrt. Die Namen der Köstlichkeiten von

  Weihrauch und Myrrhe, Fenchel und Ingwer bis zu Schuhwichs und Kolophonium u. v. m. sind auf den emaillierten Täfelchen zu lesen. Neben Zucker gab es auch Kaffee, der einst kein alltägliches Getränk im Bauernhaus war, sondern Fest- und Feiertagen vorbehalten blieb. die Bäuerinnen konnten auch sonntags nach dem Kirchgang einkaufen und erfuhren dabei die jüngsten Neuigkeiten. Der Waldbauernbub Peter Rosegger holte in einem solchen Kramerladen seine "Christtagsfreude" und schreibt im Gedenken an diese Zeit: "Wie war ich so reich damals, als ich arm war." Ältere Besucher erinnern sich in der Greißlerei vielleicht an ihre Kindheit, da ein "Zuckerl" oder eine Semmel noch ein Kinderherz zu erfreuen vermochte.
 
 
 

Weingartenhaus aus Tieschen bei Bad Radkersburg

 
 

Das urkundlich erstmals 1564 erwähnte Bauwerk hat seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt. Das Haus ist aus grob behauenen Eichenhölzern in überkämmtem Blockbau und in einer Bohlenständerbauweise errichtet. Das lang gestreckte, archaisch wirkende Gebäude vereint in der Firstrichtung Stube, Preßraum und Kellerräume. Es ist ein klassisches Beispiel für die addierende oder additive Holzbauweise, die mehrere eigenständige Raumelemente durch ein gemeinsames Dach zu einem Bauwerk vereinigt. Da mit den Eichenhölzern kein engverfugter Blockbau erreicht werden konnte, wurden bei der Stube die Zwischenräume von

 
  Haus aus grob behauenen Eichenhölzern in überkämmtem Blockbau und in einer Bohlenständerbauweise
Zimmerungskranz zu Zimmerungskranz mit einem Lehm-Häckselgemisch abgedichtet. Das Scherenjochdach, ortsüblich "Rafendach" genannt, ist in seiner Altform erhalten geblieben und mit Stroh gedeckt.
Das Tieschener Weingartenhaus hat die Kuruzzeneinfälle des Jahres 1706 überstanden und diente seinen Besitzern bis zum Jahre 1964 zum Keltern und Lagern des Weines.
 
 
 

Windrad, in der Steiermark > Klapotez

 
  vor allem in Weingärten zum Fernhalten von Vögeln  
  Windräder dieser und ähnlicher Art wurden vor allem in den Weingärten der Südsteiermark aufgestellt. Man hoffte, mit dem Geklapper dieser Vorrichtungen die Vögel von den Weintrauben fernhalten zu können.