| Ende April 2006
In der letzten
Aprilwoche, an einem sonnigen Samstag, tourten wir nach
Weitra im Waldviertel.
Der Samstag versprach viel Sonnenschein und bevor der
versprochene Regen einsetzte, machten wir die Tour ins
Waldviertel.
Über die klassische
Strecke nach Tulln über die Dopplerhütte begann der
kleine Ausflug nach Weitra. Von Wien raus dauert es ja
immer lange, aber nach den ersten Kurven in Richtung
Sofienalpe begann die flotte Fahrt.
Ab Tulln gab es ein wenig
mehr Verkehr, der sich kurz vor den ersten Ampeln in
Krems staute. Mit dem Bike ging es flugs zwischen den
Autos durch und nach kurzer Zeit ging es munter der
Donau entlang an den Eingang der Wachau. Bis Spitz gab
es halt viele Autos, alle Leute wollten in die Wachau zur
Marillenblüte. Das ist ja ein wahrlich schönes Ereignis, überhaupt
bei Sonnenschein.

Marillenblüte
Für uns aber war die Zeit gekommen, die stark überfüllte
Hauptstraße entlang der Wachau zu verlassen. In Spitz an
der Donau zweigten wir ab in Richtung Mühlbach. Über
Ottenschlag und Traunstein
gelangen wir in den
netten Ort
Schönbach im Waldviertel.

Schönbach
Hier in Schönbach meldet
sich unser Magen, das Frühstück lag ja schon einige
Stunden zurück. Da es ca 13h00 oder knapp danach war,
kehrten wir im Gasthof zur Post ein. Wir waren die
einzigen Gäste, die ein Essen bestellt hatten. Die
freundliche Wirtin bekochte uns vorzüglich aber viel zu
reichlich. Die Portionen und auch die Preise auf dem
"Lande" weichen extrem von der Großstadt ab,
hier herrscht das Motto, viel und preiswert. Ich glaube,
verhungert ist hier noch keiner.

Nach dem üppigen Essen
mahnte uns ein Blick gen Himmel, die Reise fortzusetzen,
denn der Himmel färbte vom Grau in das Schwarz und das
bedeutet REGEN. Also auf nach Weitra, unserem Endziel.
Bis Spitz an der Donau war es sehr frühlingshaft, je
höher wir jetzt kamen, desto kühler wurde es. Nicht
verwunderlich, denn hier liegt noch viel Schnee in den
Wäldern, der diese Kühle ausströmte. Hier oben im höher
gelegenen Waldviertel, kommt der Frühling nur zaghaft
voran.
Über Großgerungs,
Rapottenstein kommen wir nach
Weitra. Der große
Regen ist zum Glück ausgeblieben, ein paar Tropfen kamen
vom Himmel und befeuchteten uns kaum. Das sonnige Weitra
empfing uns gelassen und wir kehrten auf dem schönen
Hauptplatz auf einen Kaffee und Kuchen, natürlich mit
Mohn, im Gasthof Waschka ein.
-

Weitra
Nach
einem Rundgang durch die schöne Stadt Weitra und der
angemessenen Kaffeepause, fuhren wir nach Süden in Richtung Donau.
Der Weg führte uns jenseits der Hauptstraßen, von Weitra
über Watzmans nach Arbesbach, mit seiner über das Land
blickende Burgruine.
Über Ortschaften wie Altmelon und Gassen erreichten wir
am späteren Nachmittag St. Nikolai im Strudengau an der
Donau. Die Fahrt war bisher sehr kurvenreich und es war
eine echte Wonne durch diese mit dem Bike zu surfen.
Kurz vor dem Eintreffen auf der Hauptstraße an der
Donau, schlängelt sich die Straße in wilden Kehren hinab
zur Donau. Natürlich ergab das einen schönen Ausblick
auf die träge dahin fließende Donau inklusive
Abendstimmung.

bei St. Nikolai im Strudengau
Der Donau abwärts
folgend, erreichen wir den Brückenübergang nach Melk, wo
wir die Donau querten. Nun ging es weiter am rechten
Donauufer, hier hatten wir noch den späten Schein der
untergehenden Sonne bis nach Krems - Göttweig.
In der Nähe von
Wösendorf, im Kerngebiet der Wachauer Marille, machten
wir eine Rast unter den blühenden Marillen und sonstigen
Obstbäumen. Die späte Sonne wärmte uns am Donauufer und
ließ die blühenden Bäume strahlend weiß erscheinen.

Marillenblüte in der Wachau
Den Abschluss machte das
Stift Göttweig, beschienen von der späten Sonne. Mit
einem Wort, es stand für mich und meiner Kamera "Modell"
in der Abendsonne. Nachdem die unvermeidlichen Fotos auf
dem Chip gebannt waren, ging es hurtig über Zwentendorf
in Richtung Heimat, nach Wien.
Das Bilderbuch der
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