Oskar Jenisy
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Wetter

Ausfahrt mit dem Motorrad in das Waldviertel

Ende April 2006

In der letzten Aprilwoche, an einem sonnigen Samstag, tourten wir nach
Weitra im Waldviertel. Der Samstag versprach viel Sonnenschein und bevor der versprochene Regen einsetzte, machten wir die Tour ins Waldviertel.

Über die klassische Strecke nach Tulln über die Dopplerhütte begann der kleine Ausflug nach Weitra. Von Wien raus dauert es ja immer lange, aber nach den ersten Kurven in Richtung Sofienalpe begann die flotte Fahrt.

Ab Tulln gab es ein wenig mehr Verkehr, der sich kurz vor den ersten Ampeln in Krems staute. Mit dem Bike ging es flugs zwischen den Autos durch und nach kurzer Zeit ging es munter der Donau entlang an den Eingang der Wachau. Bis Spitz gab es halt viele Autos, alle Leute wollten in die Wachau zur Marillenblüte. Das ist ja ein wahrlich schönes Ereignis, überhaupt bei Sonnenschein.


Marillenblüte


Für uns aber war die Zeit gekommen, die stark überfüllte Hauptstraße entlang der Wachau zu verlassen. In Spitz an der Donau zweigten wir ab in Richtung Mühlbach. Über Ottenschlag und Traunstein
gelangen wir in den netten Ort Schönbach im Waldviertel.


Schönbach

Hier in Schönbach meldet sich unser Magen, das Frühstück lag ja schon einige Stunden zurück. Da es ca 13h00 oder knapp danach war, kehrten wir im Gasthof zur Post ein. Wir waren die einzigen Gäste, die ein Essen bestellt hatten. Die freundliche Wirtin bekochte uns vorzüglich aber viel zu reichlich. Die Portionen und auch die Preise auf dem "Lande" weichen extrem von der Großstadt ab, hier herrscht das Motto, viel und preiswert. Ich glaube, verhungert ist hier noch keiner.

                     

Nach dem üppigen Essen mahnte uns ein Blick gen Himmel, die Reise fortzusetzen, denn der Himmel färbte vom Grau in das Schwarz und das bedeutet REGEN. Also auf nach Weitra, unserem Endziel.
Bis Spitz an der Donau war es sehr frühlingshaft, je höher wir jetzt kamen, desto kühler wurde es. Nicht verwunderlich, denn hier liegt noch viel Schnee in den Wäldern, der diese Kühle ausströmte. Hier oben im höher gelegenen Waldviertel, kommt der Frühling nur zaghaft voran.

Über Großgerungs, Rapottenstein kommen wir nach Weitra. Der große Regen ist zum Glück ausgeblieben, ein paar Tropfen kamen vom Himmel und befeuchteten uns kaum. Das sonnige Weitra empfing uns gelassen und wir kehrten auf dem schönen Hauptplatz auf einen Kaffee und Kuchen, natürlich mit Mohn, im Gasthof  Waschka ein.
 


Weitra

Nach einem Rundgang durch die schöne Stadt Weitra und der angemessenen Kaffeepause, fuhren wir nach Süden in Richtung Donau. Der Weg führte uns jenseits der Hauptstraßen, von Weitra über Watzmans nach Arbesbach, mit seiner über das Land blickende Burgruine.
Über Ortschaften wie Altmelon und Gassen erreichten wir am späteren Nachmittag St. Nikolai im Strudengau an der Donau. Die Fahrt war bisher sehr kurvenreich und es war eine echte Wonne durch diese mit dem Bike zu surfen.
Kurz vor dem Eintreffen auf der Hauptstraße an der Donau, schlängelt sich die Straße in wilden Kehren hinab zur Donau. Natürlich ergab das einen schönen Ausblick auf die träge dahin fließende Donau inklusive Abendstimmung.


bei St. Nikolai im Strudengau

Der Donau abwärts folgend, erreichen wir den Brückenübergang nach Melk, wo wir die Donau querten. Nun ging es weiter am rechten Donauufer, hier hatten wir noch den späten Schein der untergehenden Sonne bis nach Krems - Göttweig.

In der Nähe von Wösendorf, im Kerngebiet der Wachauer Marille, machten wir eine Rast unter den blühenden Marillen und sonstigen Obstbäumen. Die späte Sonne wärmte uns am Donauufer und ließ die blühenden Bäume strahlend weiß erscheinen.


Marillenblüte in der Wachau

Den Abschluss machte das Stift Göttweig, beschienen von der späten Sonne. Mit einem Wort, es stand für mich und meiner Kamera "Modell" in der Abendsonne. Nachdem die unvermeidlichen Fotos auf dem Chip gebannt waren, ging es hurtig über Zwentendorf in Richtung Heimat, nach Wien.

Das Bilderbuch der Tour nach Weitra! >> Bilderbuch


Weitra

 

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