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sonstige Weinlieben....

 
 

Deutschland

Deutschland ist hauptsächlich für seine Weißweine berühmt. Ein großes internationales Ansehen hat vor allem der deutsche Riesling. Hervorragende Qualitäten wachsen etwa im Gebiet Mosel-Saar-Ruwer, im Rheingau und in der Pfalz, aber auch in anderen Regionen werden - neben vielen durchschnittlichen - qualitativ hochwertige Weine erzeugt. Frankenwein ist nicht zuletzt durch die ausgefallene Flaschenform des Bocksbeutels bekannt.
Die verschiedenen gesetzlich bestimmten Qualitätsstufen für deutschen Wein sind in aufsteigender Reihe: Tafelwein, Landwein, Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QBA), Qualitätswein mit Prädikat.
Die Qualitätsweine mit Prädikat sind nochmals in verschiedene Güteklassen unterteilt: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein. Für alle Qualitätsweine und Qualitätsweine mit Prädikat ist eine amtliche Prüfungsnummer (AP-Nr.) vorgeschrieben, die erst nach einer Labor- und Sinnenprüfung zugeteilt wird.
 

 

Frankreich

Viele Weintrinker fühlen sich vor allem in Frankreich heimisch. In Frankreich gehört Wein einfach zum Lebensgefühl und er steht bei fast jedem Essen auf dem Tisch. Es gibt viel einfachen sauberen Alltagswein, der für den raschen Konsum gedacht ist.
Dazu zählen etwa die verbreiteten Vin de Pays. Aber auch viele sehr teure Luxusweine kommen aus Frankreich und gehen von dort auf den Weltmarkt. Die weltweit bekannteste Weinregion in Frankreich ist wohl das Bordelais (die Gegend rund um Bordeaux). Von dort kommen so berühmte Weine wie Château Lafite-Rothschild, Château Mouton-Rothschild, Château Latour, Château Margaux und Château Haut-Brion.
Nach diesen fünf Premier Cru Classé Weinen, und einigen anderen wie z. B. dem sehr raren und teuren Château Pétrus, steigt die weltweite Nachfrage in den letzten Jahren rapide, so dass ihr Preis, da die verfügbaren Mengen begrenzt sind, schnell steigt. - Doch nicht nur im Bordelais gibt es große, weltberühmte Weine, sondern auch im Burgund, entlang der Rhône und im Elsass. Den Champagner nicht zu vergessen!...
Die verschiedenen durchs Gesetz bestimmten Qualitätsstufen für französische Weine sind in aufsteigender Folge: Vin de Table (Tafelweine), Vin de Pays (Landweine), AO VDQS ("Appelation d’Origine Vin Délimite de Qualité Supérieure" - Weine höherer Qualität bestimmter Gebiete), AOC ("Appelation d’Origine Contrôlée" - Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung).
In bestimmten Weinbaugebieten Frankreichs sind zusätzlich Betriebe oder spezielle Einzellagen klassifiziert, im Bordelais gibt es etwa die als Cru Classés und Grand Cru Classés eingestuften Châteaux, im Burgund neben den Appelationen der Ortschaften noch Appelationen für Premier Crus und Grand Crus. - Wie überall ist es jedoch lohnender, gute und zuverlässige Erzeuger zu wählen, anstatt den Wein nur nach Qualitätsangaben des Etikettes auszusuchen.
 

Griechenland

Griechenland war die Wiege des europäischen Weinbaus. Von dort wurden Weinreben über ganz Europa verbreitet. Wein spielte in der Kultur der alten Griechen eine bedeutende Rolle. In Dionysos verehrte man sogar einen eigenen Gott des Weines, dem zu Ehren rauschhafte lustvolle Feste gefeiert wurden.
Trotz der langen Tradition als Weinkultur gehört Griechenland auf dem Weltmarkt heute nicht zu den renommiertesten Weinbaunationen.
Am bekanntesten ist wohl noch der Retsina, ein Weißwein, dem Pinienharz zugesetzt wird. Dennoch machten die Bemühungen einiger Produzenten, Spitzenweine herzustellen, bereits beachtliche Fortschritte, und vor allem seit Griechenlands Eintritt in die E.G. wird den Weinen hoher Qualität größere Bedeutung zugemessen. Mittlerweile gibt es viele beachtliche Weine in Griechenland, auch wenn man sie im Ausland nicht leicht findet.
Auf dem Griechischen Festland wachsen viele eigenständige Rebsorten aber es werden auch zunehmend gute Weine aus importierten Rebsorten, z. B. aus Cabernet Sauvignon, produziert. Auch auf den griechischen Inseln, etwa auf Santorin, wachsen gute, eigenständige Weine, die mittlerweile immer mehr auf den internationalen Markt gebracht werden.

 

 

 

Italien

Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt.
Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren.
Die berühmtesten hochwertigen Weine Italiens kommen meist aus den Regionen Piemont und Toskana, aber auch in allen anderen Regionen werden zunehmend beachtliche, qualitativ hochwertige Weine erzeugt.
Während es auf der einen Seite nach wie vor viele billige Weine gibt, die in großen Mengen möglichst kostengünstig produziert werden und in die Supermärkte vieler Länder gelangen, nimmt auf der anderen Seite bei zahlreichen kleineren und größeren Erzeugern das Bestreben, Spitzenweine zu produzieren, zu - mit deutlichem Erfolg.
Zu diesen Weinen, die internationalem Vergleich standhalten, gehören unter anderen etliche Weine der Sorten Amarone, Barolo, Barbaresco, Chianti, Brunello und die so genannten "Supertoskaner", wie der Sassicaia und der Tignanello, die aufgrund einer komplizierten Gesetzgebung, die jedoch mittlerweile etwas geändert wurde, oft als VdTs (Tafelweine) auf den Markt kommen.
Die verschiedenen gesetzlich geregelten Qualitätsstufen sind in Italien in aufsteigender Reihenfolge: VdT (Vino de Tavola - Tafelwein), IGT (Indicazione Geografica Tipica - Wein mit typischer Herkunftsbezeichnung), DOC (Denominazione di Origine Controllata - Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung), DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantia - Weine mit kontrollierter und garantierter Ursprungsbezeichnung.). - Wie in praktisch allen Ländern ist es aber auch in Italien wichtiger, sich auf gute Erzeuger als auf Qualitätsangaben auf Etiketten zu verlassen.

 

Österreich

Österreich wird auf dem internationalen Markt als Weinbauland erst seit den letzten Jahren entdeckt, genießt jedoch bei vielen Weinfreunden schon lange hohe Wertschätzung. Manche Rieslinge und Grüne Veltliner, z. B. aus der Wachau, zählen zu den großen Weißweinen, und auch einige Süßweine, die am Neusiedlersee wachsen haben hohes Ansehen. Mit Abstand der meiste Wein, der aus Österreich exportiert wird, geht nach Deutschland.
Berühmt ist in Österreich auch die Kultur der Heurigen - das sind Burschenschenken, die den jeweils neuesten Weinjahrgang (Heuriger) ausschenken.

Herbst in den Weingärten
 

Portugal

Portwein und Madeira fallen einem hier wohl zuerst ein. Bei beiden handelt es sich um gespritete Weine, das heißt, dass diesen Weinen nach der Gärung Alkohol, etwa in der Form von Branntwein, zugesetzt wird. Guter Portwein ist sehr konzentriert und wirkt in der Jugend etwas unausgewogen.
Von guten Erzeugern in guten Jahren ist er jahrzehntelang haltbar; die Reife erreicht er oft erst nach 20 Jahren. Neben den gespriteten Weinen ist vor allem der Vinho verde bekannt. Dabei handelt es sich um weißen oder roten Wein aus dem Nordwesten Portugals. Er ist leicht, sollte jung getrunken werden und enthält oft natürliche Kohlensäure, weshalb er sehr spritzig schmeckt.
Als Vinho madura werden die normal gereiften portugiesischen Rot-, Rosé-, und Weißweine bezeichnet. Neben viel recht einfachem Wein, der in den Supermarktregalen Europas zu finden ist, werden auch sehr beachtliche Qualitäten hergestellt. Der berühmteste von ihnen ist wohl der schwer erhältliche nur in Kleinstmengen produzierte Barca Velha.

Spanien

Den spanischen Weinen wird seit einigen Jahren auf dem internationalen Markt wieder größere Aufmerksamkeit geschenkt.
Wichtige Weinbauregionen sind das Rioja, Penedes, Ribero del Duero sowie Jerez (die Sherry-Region). Wie in anderen europäischen Ländern haben auch in Spanien viele Erzeuger erkannt, dass die Zukunft ihrer Betriebe in der Qualität und nicht in der Quantität ihrer Produkte liegt.
Der Export spanischer Weine ist in den letzten Jahren stark gewachsen und viele Betriebe wurden als Spitzenerzeuger entdeckt. In Spanien ist eine größere Fläche mit Reben bedeckt als in irgend einem anderen Land, in der Weinproduktion steht es hinter Italien und Frankreich an dritter Stelle.
Die verschiedenen gesetzlich geregelten Qualitätsstufen sind in Spanien in aufsteigender Reihenfolge: vino de messa (Tafelwein), vino de la tierra (Landwein), DO (denominación de origien - Weine mit Herkunftsbezeichnung), DOCa (denominación de origien calificada - Weine garantierter Herkunft).
Alle spanischen Weine müssen bestimmten Vorschriften des Estatuto de la Viña, del Vino y de los Alcoholes entsprechen, die DO- und DOCa-Weine werden zusätzlich durch Aufsichtsgremien kontrolliert.

Italien - La Grappa -

Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum
Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% Äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschließlich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden.
Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heißt, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschließender Destillation zu gewinnen.