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Südsteiermark > steirische Toskana < Oktober 2004 |
Entgegen unserer Gewohnheiten, fuhren wir nicht wie in den Jahren zuvor am Staatsfeiertag so um den 26. Oktober, sondern am ersten Wochenende des Oktobers in die Südsteiermark. Die Abfahrt am Freitag von Wien fand bei Sonnenschein statt, am Semmering sah die Welt schon anders aus. Düstere Regenwolken zogen auf und der Regen ließ nicht lange auf sich warten. Als Steirer ziehe ich die Strecke über den Semmering vor, da mir auf der A2 am Wochenende zu viel Verkehr herrscht. In das Mürztal hinein in Richtung Bruck/Mur schüttete es zeitweise extrem, ich glaubte schon an ein Unterwasser Wochenende. Über den Autobahnanschluß Bruck - Graz erreichten wir nach kurzer Fahrt das autobahndreieck Graz - Süd und fuhren ein Stück der Autobahn Richtung Klagenfurt. Nach ca. 20 Kilometern verlassen wir die A2 bei Steinhäusl/Gundersdorf. Hier machten wir die erste Rast, da es schon später Nachmittag war, verzichteten wir auf ein Mittagessen und begnügten uns mit einer Kaffee Jause. Hier beim "Florlwirt" gibt es neben dem guten Essen auch sehr gute Mehlspeisen. Wir erfreuten uns deshalb auch an diesen Köstlichkeiten, so unter dem Motto, wenn es gut ist, kann es nicht schaden. In Gundersdorf beginnt die schöne Strecke der "Schilcher Weinstraße". Hier gelangt man mit einigen Abstechern in die umliegende Weinlandschaft (z.B. der Reinischkogel) nach Deutschlandsberg und Eibiswald. Von Eibiswald ging es weiter bis zum Ort Soboth auf dem etwas weiterliegenden gleichnamigen Pass. Die Fahrt dahin war ein wenig abenteuerlich, da das ganze Gebiet in Nebel gehüllt war, der normalerweise erst Ende Oktober Hochsaison hat. Hier haben wir diesmal unser Quartier im Alpengasthof Messner. Dieser Gasthof mit Hotel liegt wunderschön in den auf knapp über 1000 Meter Seehöhe mit Blick in den Süden (Slowenien). Im Kerngebiet der Südsteiermark war bedingt durch die verschiedenen Weinfeste an Unterkünften alles ausgebucht. Na ja, für uns kein wirkliches Problem. Infoblock zum Ort Soboth Am südwestlichsten Teil der Steiermark - zur Koralpe hin - führt die Schilcherweinstraße ins Grenzland. Typisch und einladend wirkt der Wechsel von Wäldern, Wiesen und Feldern, die an den Hängen der Hügel der Weingärten liegen. Der besondere Boden und das milde Klima lassen die blaue Wildbacher Rebe gedeihen, aus deren Traube der zwiebelfarbene bis rubinrote Schilcher gekeltert wird. Eine Spezialität, die nur in der Weststeiermark auf ausgesuchten Hängen reift. In dieser heiteren Landschaft leben Menschen, wie andernorts kaum noch zu finden, in Eintracht mit dem Klima und ihrer Natur. Gemütlichkeit, nicht Schnellebigkeit sind hier zu Hause. So trifft man sich im Herbst zum "Woazschöln" und zum "Kürbispatzeln". Aus Kürbiskernen wird das köstliche dunkelgrüne Kernöl gepreßt. Heimische Kastanien werden gebraten, es gibt Most und Brettljause mit Geselchtem - Geselligkeit mit Musik. Zwei kulinarische Ereignisse bilden die Eibiswalder Gastronomietage und die jährliche Schilcherweinverkostung. Einen Veranstaltungshöhepunkt bieten alljährlich die See-Fest-Spiele am Stausee Soboth - Veranstaltungen und Kultur am laufenden Band zeichnen auch diese Region aus. |
Gundersdorf - beim "Florlwirt"
In Soboth - Alpengasthof Messner
der Stausee Soboth
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Bilder von Eibiswald
Bilder um Leutschach und Umgebung Klapotetz und Weinreben
in der Nähe von Gamlitz
Weingut Fellner
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Ein Samstag in der Südsteiermark! Der Morgen auf der Soboth begann ohne Nebel und Regen, die Sonne ließ sich ebenso blicken. Nach einem herzhaften Frühstück zog es uns in die "Toskanische Hügellandschaft". Zuerst statten wir der Dependance vom Alpengasthof Messner, dem Ausflugslokal am Sobother Stausee, einen kurzen Besuch ab. Dieser schön in der Landschaft gelegenen kleinen Stausee verbindet sich harmonisch mit der Landschaft. Von hier aus gibt es viele Wege in die umliegenden Berge, ein echtes Wander Paradies. Besonders beliebt ist hier das Nordic Walking und das klassiche wandern. Das Ausflugslokal am See ist auch ein beliebter Treffpunkt der Motorradfahrer aus Nah und Fern. Das ist hier allerdings die Lieblingsstrecke vieler Südsteirer, besonders der Grazer Biker und natürlich die Kärntner, die den Berg von der Westlichen Seite erklimmen. Berüchtigt ist diese Strecke durch die vielen "verbotenen Rennen", die sich hier die Einheimischen gerne geben. Nachdem wir diesen Stausee in Richtung Eibiswald verliesen, fuhren wir gemütlich die Sobother Straße entlang bis nach St. Oswald, einem kleinen Dorf in der Nähe von Eibiswald. Fast jedes Jahr treffen wir diesen Ort im Nebel an, so wie auf der Herfahrt von Wien. Heute hatten wir Glück, den die Ortskirche erstrahlte im Sonnenlicht, ein ungewöhnliches Bild für uns. In Eibiswald angekommen, fuhren wir über den schönen Hauptplatz und deckten uns hier mit Zeitungen und Zeitschriften ein. Hier herrscht hektische Betriebsamkeit unter den Einwohnern, ein Weinfest wird hier vorbereitet. Infoblock - Weinfest Eibiswald Jedes Jahr findet am
ersten Oktoberwochenende das traditionelle Weinlesefest in Eibiswald
statt. Von Eibiswald führt uns die Straße nach Arnfels, von hier aus bogen wir querfeldein direkt in die Weinlandschaft ein. Auf ein paar bewaldeten Sträßchen erreichten wir die Hügel nördlich von Leutschach mit wunderbaren Aussichten über die von Wein bewachsenen Hügellandschaften. Von weitem sahen wir im Süden liegend die Hügelkette zu Slowenien, mit der charakteristischen Bergkirche von Sveti Duh. Nachdem wir uns hier sattgesehen hatten, fuhren wir in diese Richtung, Endziel - der Moserhof.
Auf dem Weg dorthin, kamen wir an Gamlitz vorbei, direkt in den Ort wollten wir nicht fahren, da hier dichtes Gedränge durch das Weinfest herrschte.
Knapp vor der Auffahrt zum "Oberen Zotzel" bogen wir aber nach Süden ab, dem Hinweisschild vom Wengut Fellner folgend. Wir versuchten hier eine alternative Wohngelegenheit für das nächste Mal zu bekommen und sahen uns dehalb dort um. Das Weingut Fellner liegt hier wunderschön auf einem Hügel in der Landschaft, natürlich vom Wein und Obstkulturen umgeben. Das Weingut ist optisch sehr ansprechend, hat nette Zimmer und eine sonnenüberflutete Terasse. Zum Essen gibt es alles, was man halt so bei einem Heurigen bekommt. Mit einem Wort, die klassische "Brettljause" und Wein.
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